Aufgrund der Zeitungsberichte der Ostfriesenzeitung ab den 30.10.2017 möchten wir unseren Informationsstand weitergeben. Ihr findet alle Artikel unten.

Der Vorstand des Fördervereine der Friesenschule

Einladung des Schulelternrates

Zeitungsartikel OZ


Leer
27.10.2017

Leer: Landkreis dementiert Pläne zur Schließung

VON KARIN LÜPPEN

Der Landkreis Leer hat Gerüchte dementiert, die Friesenschule in Leer stehe vor der Auflösung. Am Freitag tauchte die Behauptung auf, die Realschule solle geschlossen werden.

Leer - Gerüchte, die Friesenschule in Leer stehe vor der Auflösung, hat der Landkreis Leer am Freitag dementiert. „Solche Pläne gibt es derzeit nicht“, versicherte Landkreissprecher Dieter Backer am Freitag auf Anfrage. Mehrere Anrufer hatten der OZ berichtet, die Friesenschule stehe vor der Schließung. Träger der Realschule ist der Landkreis Leer, dort ist davon aber keine Rede.

Der Vorsitzende des Ausschusses für Schulen und Sport, Wilfried Steenblock (Gruppe SFGF), hat von einer solchen Idee ebenfalls nichts gehört. Der Kreistag müsste eine Auflösung der Schule beschließen – doch das stehe nicht auf der Tagesordnung, so Steenblock.

Die Gerüchte lauteten weiter, dass die Möörken- und die Gutenbergschule zu einer Oberschule zusammengelegt werden könnten. Die Friesenschule werde dann eine Außenstelle des Teletta-Groß-Gymnasiums. Es sei zwar möglich, dass in der Diskussion um die Raumplanung ein solcher Vorschlag aufgetaucht sei, sagte Backer: „Aber das ist aktuell nicht unsere Absicht.“

Leer, Rheiderland

01. November

Hartnäckige Gerüchte um die Friesenschule in Leer

Bildung Landkreis Leer bekräftigt jedoch die Aussage, dass es keine konkreten Pläne für eine Schließung gebe

VON KARIN LÜPPEN

Bei der Suche nach einer Lösung für Platzprobleme der Gymnasien werde „in alle Richtungen“ gedacht, hieß es.

Leer - Hartnäckig halten sich die Gerüchte, die Friesenschule in Leer werde aufgelöst. Die Formulierungen reichen von „wird geschlossen“ bis „steht zur Disposition“. Dabei wird jeweils auf eine Sitzung in der Schule Ende letzter Woche Bezug genommen. Dort soll ein Vertreter des Landkreises „das verkündet“ haben oder „damit rausgerückt“ sein.

Während sich das mehr oder weniger konkret anhört, dementiert die Verwaltung weiter, dass es Pläne gebe, die Schule aufzulösen. Auf Nachfrage der OZ teilte Landkreissprecher Jens Stöter folgende Sätze schriftlich mit: „Es gibt keinen konkreten Plan, die Friesenschule zu schließen. Dass man bei perspektivischen Überlegungen zur Schulentwicklung, zum Beispiel auch wenn es um die Raumsituation von Schulen geht, in alle Richtungen denkt, sollte legitim sein. Damit ist aber noch lange keine Entscheidung darüber gefallen, dass eine Schule tatsächlich aufgelöst werden soll.“

Platzprobleme gibt es an mehreren Standorten, in diesem Fall geht es offenbar um die Gymnasien, die wegen der Rückkehr zum Abitur nach Klasse 13 mehr Platz brauchen. Die „perspektivischen Überlegungen“ werden von der CDU-Fraktion im Kreistag so ernst genommen, dass sich der Vorsitzende Dieter Baumann zu Wort meldete: „Für mich steht die Friesenschule als Realschule nicht zur Disposition.“ Die Verwaltung solle im Kreisausschuss alle Überlegungen in der Frage mitteilen.

Die Schülerzahlen an der Friesenschule sind zuletzt zurückgegangen: von 434 im Schuljahr 2015/16 und 433 im Schuljahr 16/17 auf 383 im laufenden Schuljahr. Es bestehe aber kein Zusammenhang mit den Überlegungen zur Raumnutzung, betonte Stöter.

 

Landkreis Leer

06.11.2017

Leer: Kreisverwaltung will auf „Standby“ gehen

VON DENNIS SCHRIMPER

Die Koalitionsverhandlungen in Hannover könnten die Pläne zur Ausrichtung der Förderschulen im Landkreis Leer über den Haufen werfen. Im zuständigen Fachausschuss ging es auch um die Friesenschule.

Leer - Eine Lösung der Raumnot an der Greta-Schoon-Schule in Leer ist nicht in Sicht. Wie der Erste Kreisrat Rüdiger Reske am Montag im Ausschuss für allgemein- und berufsbildende Schulen erläuterte, habe es keinen Sinn, Pläne für die Förderschule mit dem Schwerpunkt Geistige Entwicklung zu schmieden, wenn das Ergebnis der Koalitionsverhandlungen in Hannover noch nicht feststehe. Er empfahl, „die Angelegenheit auf Standby zu stellen“.

Hintergrund des Ganzen ist, dass in der kreiseigenen Greta-Schoon-Schule auch Klassen der Schule am Deich unterrichtet werden. Die Schule am Deich ist eine Förderschule für Körperlich motorische sowie Geistige Entwicklung und befindet sich in privater Trägerschaft. In der Mitteilungsvorlage zur Sitzung heißt es, dass es erforderlich sei, dass die Schule am Deich allgemeine Klassenräume in der Greta-Schoon-Schule abgebe und sich „perspektivisch an einem anderen Ort konzentriert“. So könnten die Schüler der Greta-Schoon-Schule „bedarfsgerecht“ unterrichtet werden.

„Es gibt überhaupt keinen Dissens“

Um dies zu gewährleisten gibt es Überlegungen, der Schule am Deich das Gebäude der Pestalozzischule Leer als Förderschule Lernen „sukzessive im Rahmen des Auslaufens der dortigen Klassen zur Verfügung zu stellen“, heißt es in der Vorlage. Aber: „Entsprechende Angebote hat die Schule am Deich bislang nicht angenommen.“ Dieser Satz sorgte für Verstimmung bei Ausschussmitglied Grietje Oldigs-Nannen (CDU). Sie warf der Verwaltung einen Mangel an „Fingerspitzengefühl“ vor und ungenau zu arbeiten. Es werde der Eindruck erweckt, als wenn nicht konstruktiv zusammengearbeitet werde. Dem widersprach Reske: Die Verwaltung habe in dem Satz den Sachverhalt so dargestellt, wie er aus ihrer Sicht sei. „Es gibt überhaupt keinen Dissens“, betonte er.

Wie der Erste Kreisrat erläuterte, werde das Thema Inklusion im Rahmen der Koalitionsgespräche von SPD und CDU verhandelt. „Wie das ausgeht, weiß keiner von uns.“ Es wird als möglich angesehen, dass die Inklusion in den Förderschulen Lernen überdacht wird. Deshalb steht im Landkreis nun erstmal der „Standby“-Modus an.

„Die Leute greifen das doch nicht einfach aus der Luft“

Gegen Ende der Sitzung ging es noch einmal um die Leeraner Friesenschule: „Es gibt keine Pläne der Kreisverwaltung, die Friesenschule zu schließen“, widersprach Reske erneut anderslautenden Gerüchten. Das „Aufscheuchen“ von Lehrern und Eltern sei „völlig überflüssig“ gewesen, sagte Reske in Anwesenheit von Mitgliedern des Friesenschulen-Kollegiums, die an der Sitzung teilnahmen. „Mehr ist dazu nicht zu sagen.“

Für die Zuhörer schien das letzt Wort noch nicht gesprochen. „Die Leute greifen das doch nicht einfach aus der Luft“, hieß es beispielsweise aus dem Publikum. Der Leiter der Friesenschule sei angeblich bereits aufgefordert worden, sich nach einer neuen Stelle umzusehen. Reske blieb bei seiner Aussage. Wie er weiter ausführte, sei es üblich, dass Mitarbeiter der Kreisverwaltung Überlegungen zu zukünftigen Entwicklungen anstellten.

Der Erste Kreisrat sprach von „Gedankensplittern“, für die die Mitarbeiter auch bezahlt würden. „Das ist normales Arbeiten.“ Pläne zur Schließung der Friesenschule gebe es jedenfalls nicht.

 

 


Artikel General-Anzeiger


Stellungnahme aus der Politik

SCHLIESSUNG DER FRIESENSCHULE ?

 

Dieter Baumann: Realschule nicht aufgeben!
CDU möchte Aufklärung zur Zukunft der Friesenschule.
Die Gerüchte zur Schließung der Friesenschule in Leer sind nicht ganz abwegig und beunruhigen die CDU-Kreistagfraktion.
Daher hat die CDU-Fraktion beantragt, in der kommenden Sitzung des Kreisausschusses am kommenden Freitag umfassend über die Situation der Schule in Leer informiert zu werden.
Leer - Wie Fraktionsvorsitzender Dieter Baumann mitteilt, habe ihm die Kreis-
verwaltung auf Anfrage mitgeteilt, dass wegen der Wiedereinführung des Abiturs nach der 13. Klasse (G9) zusätzlicher Raumbedarf an den Gymnasien bestehe. Dafür gebe es Überlegungen, die möglicherweise auch die Friesenschule betreffen könnten.

Dass es sich schon um konkrete Überlegungen handele, zeige der Besuch von 2 führenden Mitgliedern der Kreisverwaltung bei der Friesenschule, die entsprechende Vorstellungen erläutert haben sollen.

„Daher besteht dringender Bedarf, die Politik zu informieren. In der Sitzung des Kreisausschusses wollen wir alle Überlegungen der Kreisverwaltung in dieser Hinsicht erfahren, um gegebenenfalls Fehlentwicklungen gleich entgegenwirken zu können. 
Für mich steht die Existenz der Friesenschule als Realschule nicht zur Disposition“, so Baumann